Von Fabian Heinzel

“Wind Nord/Ost Startbahn null drei, Bis hier hör‘ ich die Motoren. Wie ein Pfeil zieht sie vorbei, Und es dröhnt in meinen Ohren, Und der nasse Asphalt bebt. Wie ein Schleier staubt der Regen, Bis sie abhebt und sie schwebt, Der Sonne entgegen.”

Die von Reinhard Mey so besungene, grenzenlose Freiheit “Über den Wolken” war wohl an kaum einem anderen Ort der Welt so wörtlich zu erleben wie am Flughafen Berlin-Tempelhof. Zwischen dem 26. Juni 1948 und dem 12. Mai 1949 starteten und landeten hier amerikanische Flugzeuge im 90-Sekundentakt. Die legendäre “Berliner Luftbrücke” sicherte so die Versorgung der infolge einer sowjetischen Blockade eingeschlossenen Westberliner mit Verpflegung und lebensnotwendigen Gütern. Ohne die Luftbrücke wäre das freie Berlin, das noch vierzig weitere Jahre als demokratische Insel in einer sozialistischen Diktatur überstehen sollte, schon in seinen Anfängen zu Grunde gegangen.

Nachdem 1996 der Berliner Senat die Schließung von Berlin-Tempelhof zugunsten des neu entstehenden Großflughafens Berlin Brandenburg International einsetzten, bildeten sich Bürgerinitiativen, die sich angesichts der historischen Bedeutung des Ortes für seine Erhaltung einsetzten. Als Ergebnis dieses Einsatzes gab es im April 2008 einen Volksentscheid, der jedoch abgelehnt wurde, da sich zwar eine Mehrheit der Teilnehmer für eine Erhaltung aussprach, die Teilnehmerzahl als solche aber nicht das notwendige Viertel der Abstimmungsberechtigten erreichte.
An diesem Wochenende heißt es daher Abschied nehmen von Tempelhof. Am 30. Oktober 2008 wird dann der Flugbetrieb endgültig eingestellt.



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  • Beatrix von Storch

    Menschenrechte,
    Demokratie,
    Gewaltenteilung

    Ein funktionierender Rechtsstaat ist die Grundlage für ein freies, friedliches und gerechtes Mit- einander. Wo der Rechtsstaat schwach ist greifen Willkür, Un- terdrückung, Raub und Gewalt um sich. Das können wir leider in vielen Regionen der Welt beob- achten. Aber auch in den de- mokratischen Staaten gibt es immer wieder Bedrohungen für den Rechtsstaat wie die schlei-
    chende Aushebelung von Bürger-, Freiheits- und Eigen-
    tumsrechten. Deshalb hat sich die Allianz für den Rechtsstaat
    e. V. zum Ziel gesetzt für den Rechtsstaat einzustehen und wo rechtsstaatliche Prinzipien aufge-
    geben wurden, die Wieder- herstellung des Rechtsstaates zu erwirken.

    Die Schwerpunkte unserer Web- seite sind: Die Lage der Men-
    schen- und Bürgerrechte
    in Deutschland und Europa; die Wiederherstellung der Gewal-
    tenteilung
    ; der Schutz der Privatsphäre der Bürger vor dem Zugriff des Staates; die Stärkung des Rechtstaates zum Schutz von Leib und Eigen-
    tum
    der Bürger vor Gewalt und Kriminalität, Schutz von Min-
    derheiten
    , die Verteidigung der Meinungs- und Bekenntnis-
    freiheit
    und die Souveränität der deutschen Verfassung gegenüber transnationalen Bürokratien wie der Europäischen Union.

    Einen besonderen Schwerpunkt legt DerRechtsstaat.de auf den "Verfassungsbruch 1990" (Die Zeit) durch die Regierung Kohl-Schäuble, auch genannt "Das Deutsche Watergate" (FAZ). Durch diesen bewiesenen Betrug (Spiegel 6/2004) wurde eine gro ße Gruppe von Bür- gern faktisch von Parlament, Gericht und Öffentlichkeit aus der Rechtsgemeinschaft ausge-
    schlossen. Dies betrifft das ehemalige Bürgertum und den Mittelstand der neuen Bundes-
    länder, ca. 2,2 Millionen Men-
    schen
    , die zwischen 1945-49 in der SBZ politisch verfolgt wurden und 1990 zu Gunsten der Staats- kasse beraubt und entrechtet wurden. Zu diesem Zweck wurde die Gewaltenteilung in Deutsch-
    land aufgehoben und die Öffent-
    lichkeit belogen.