Gedanken zum Fall der Mauer vor 19 Jahren - Vier schwere Fehler: die zu schnelle Währungsunion, der falsche Umtauschkurs, die nicht rechtmäßige Altschuldenregelung, der Ausschluss der „Alteigentümer“

Posted By admin On 10. November 2008 @ 14:12 In CDU, CSU, Demokratie, FDP/Liberale, Neue Bundesländer, Politik/Allgemein, SPD, Verfassungsbruch 1990/Das deutsche Watergate | 5 Comments

Von Dr. Klaus Peter Krause

Wann gibt es das schon – eine friedliche Revolution, eine friedliche Umwälzung, eine durch das Volk, durch die Bürger erzwungene? Am 9. November 1989 in Deutschland, im damals anderen Teil Deutschlands, hat es sie gegeben: Die Mauer in Berlin und die übrige innerdeutsche Grenze öffneten sich, wurden geradezu überrannt, Ost- und Westdeutsche fielen sich jubelnd und selig in die Arme.

Am 9. November 2008 sind es schon lange neunzehn Jahre her. Was ist in dieser Zeit im einstigen DDR-Gebiet, in den heutigen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen, nicht alles passiert, was an Aufbau geleistet worden. Immerhin mußten nicht nur jene Lücken wieder aufgefüllt werden, die Kriegszerstörungen und Reparationen an die Sowjetunion gerissen hatten, sondern es war auch alles das wieder herzurichten, was fünfundvierzig Jahre lang zusätzlich der Sozialismus ruiniert hatte, alles heruntergekommene, Verfallene, Verwirtschaftete, also Gebäude, Fabriken, Straßen, die ganze Infrastruktur. Und natürlich die Wirtschaft.

Äußerliches Blühen durch Subventionen erkauft

Wenn man weiß, wie die DDR 1990 aussah und wie es in den fünf neuen Bundesländern heute aussieht, dann ist dort, zumindest dem Augenschein, nach vieles in der Tat aufgeblüht, dann ist der Zustand einst und der Zustand jetzt ein Unterschied wie Tag und Nacht. Insofern kann man nicht sagen, im heutigen Nordost- und einstigen Mitteldeutschland hätte sich nichts getan. Dabei wissen wir, dass dieses äußerliche Blühen mit höchsten Subventionen erkauft wurde und noch immer erkauft wird. Wir wissen ebenfalls, daß die meisten DDR-Betriebe zusammengebrochen sind, daß die Arbeitslosigkeit unerträglich hoch ist, daß immer mehr junge Menschen den Nordosten in Richtung Westen und Süden verlassen haben, daß sich Landstriche von Menschen geradezu entleeren.

Aber längst vergessen oder verdrängt ist, daß dieser Niedergang und der Beginn der hohen Arbeitslosigkeit in Nordostdeutschland mit der deutsch-deutschen Währungsunion ausgelöst worden ist. Die DDR-Bürger hatten die D-Mark sofort gewollt. Die geflügelte Drohung von damals klingt den Zeitgenossen noch in den Ohren: „Wenn die D-Mark nicht zu uns kommt, kommen wir zur D-Mark.“ Aber nicht so sehr dieser Wunsch nach der „D-Mark sofort“ hat das Desaster ausgelöst, sondern das (nur scheinbar großzügige) Umtauschverhältnis von DDR-Mark in D-Mark, das bei weitem nicht den Produktivitäts- und Kaufkraftunterschieden entsprach.

Auch aus dem Ardenne-Forschungsinstitut in Dresden war gewarnt worden: Mit dem Beginn der Währungsunion werde es in der DDR einen „Flächenbrand an Konkursen“ geben. Die Wirtschaftslage in den DDR-Betrieben sei viel schlimmer als allgemein geschildert. Es werde nach der Währungsunion viel dramatischer werden, als man es in der Bundesrepublik vermute. Westdeutsche Ökonomen hatten ebenfalls gewarnt. Unter den DDR-Betriebsleitern hielt man die unvermittelte Währungsunion ohnehin für ein gewaltiges Unglück, das schon einem Todesurteil nahekam. Die Technik ihrer Betriebe war veraltet, vieles verrottet. Das machte mehr Arbeitskräfte nötig als für neueste Technik. Darüber hinaus wurden viele, obwohl nicht benötigt, mit durchgeschleppt, um die sonst sichtbaren Arbeitslosen zu verstecken. Entsprechend gering fiel das Produktionsergebnis je Arbeitseinheit aus, die Leistungskraft der Arbeit, die Arbeitsproduktivität. Darum auch bekamen die Beschäftigten ein deutlich geringeres Arbeitsentgelt als die im Westen Deutschlands.

Fatal rasche Währungsunion bei mangelnder Produktivität

Eine vergleichsweise geringe Arbeitsproduktivität kann ökonomisch Sinn machen, wenn es viele Arbeitskräfte gibt, die man beschäftigen muß, und wenn Kapitalgüter (wie Maschinen) knapp und teuer sind, die Arbeitskräfte aber vergleichsweise billig. In einen solchen Zustand haben staatliche Kommandowirtschaft und weitgehende Abschottung der DDR-Wirtschaft vor ausländischer Konkurrenz die Betriebe hineingetrieben. Doch war er nicht länger zu halten. Die offenen Grenzen machten nun das Abwandern der Beschäftigten dorthin möglich, wo ihre Arbeit, weil produktiver eingesetzt, besser bezahlt wurde.

Die Alternative zur Währungsunion wäre gewesen, die DDR-Mark noch einige Zeit bestehen zu lassen, sie aber frei konvertibel zu machen und im übrigen die nötigen Reformen vorzunehmen. Dann hätte sich für die Ostmark ein freier Wechselkurs gebildet, der das hohe Produktivitätsgefälle zwischen DDR und westlicher Wirtschaft ausgeglichen hätte wie eine Schleuse. Die Schleuse des freien Wechselkurses hält einen wirtschaftlich starken Raum davon ab, einen wirtschaftlich (noch) schwachen zu überfluten und dessen Betriebe, weil diesem Wettbewerb nicht gewachsen, fortzureißen.

Aber aus dem Druck der politischen Umstände haben sich die schnelle Währungsunion und bald darauf das Aufgehen der DDR in die Bundesrepublik als unumgänglich erwiesen. Durch den damit verbundenen Verzicht auf den Schutzmechanismus eines Wechselkurses war der schnelle Zusammenbruch der DDR-Betriebe unaufhaltsam geworden. Ebenso die Entlassung so vieler in die Arbeitslosigkeit oder die Abwanderung gerade der Tüchtigen und der Jungen in den Westen.

Diesen Zusammenhang haben die ostdeutschen Landsleute damals, was man verstehen muß, nicht gekannt oder erkannt. Und heute wird den meisten wohl ebenfalls nicht klar sein, dass mit ihrem verständlicherweise schnellen Drang zur D-Mark dieser Teil ihres Unglücks seinen Lauf nahm und noch immer nicht beendet ist. Gleichwohl war die schnelle Einheit richtig, weil die Gunst der Stunde sie politisch förmlich erzwang, herbeigeführt durch den immer offenkundigeren wirtschaftlichen Konkurs der DDR und die (friedliche) Revolution von immer mehr ihrer Bürger. Die Montagsdemonstrationen in Leipzig stehen dafür als Sinnbild.

Belastung durch DDR-Altschulden

Zusätzlich geschwächt wurde die ostdeutsche Wirtschaft durch das (anfangs fiskalisch motivierte) Eintreiben der sogenannten Altschulden. Diese Schulden sind Zwangskredite des DDR-Staates gewesen: an seine Volkseigenen Betriebe (VEB), an seine Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) und Volkseigenen Güter (VEG), an seinen Wohnungswirtschaft, an seine Kommunen. Sie waren Bestandteil der staatlichen Plan- und Zwangswirtschaft, wurden zugeteilt, ob man wollte oder nicht. Eigenkapital zu bilden, um nötige und selbstbestimmte Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren, war im Regelfall nicht zugelassen; erwirtschaftete Eigenmittel waren abzuführen. Als „Kredite“ der DDR-Banken flossen sie in irgendeiner von planwirtschaftlicher Willkür bestimmten Höhe zurück. Tatsächlich sind es also nur Scheinkredite gewesen.

Der Zwangs- und Scheincharakter dieser Kredite ist offenkundig. Trotzdem wurden sie im Einigungsvertrag so behandelt als seien es echte Kredite gewesen, wie sie in einer freien Marktwirtschaft üblich sind und als seien sie es auch noch nach dem Zusammenbruch der DDR. Das heißt, sie mussten getilgt und zu Marktsätzen verzinst werden. Diese nicht rechtmäßige Umwandlung der unechten in echte Schulden war für die DDR-Betriebe, die nun in die Marktwirtschaft katapultiert wurden, ein ruinös wirkender Willkürakt und hat zu deren schnellen Untergang ebenfalls beigetragen. Denn ihre völlig veralteten Anlagen stellten so gut wie keinen Gegenwert mehr dar.

Zwar hat es in den Folgejahren Schuldenerlass und –entlastungen gegeben, aber das anfängliche Unheil mit den Schulden war geschehen – von ihrem zwielichtigen Verkauf an westdeutsche Banken durch den Staat ganz abgesehen. Auch saß nun der staatliche „Erblastentilgungsfonds“ auf diesen Schulden. Mit Steuergeldern bedient er sie. Da diese damit dem Aufbau-Ost entzogen sind, ist auch indirekter Schaden durch die entgangene Nutzung zu konstatieren. Weil also die „Altschulden“ in Wirklichkeit nichts weiter als sozialistische Schulden waren, hätten sie untergehen müssen wie die DDR mit ihrem Sozialismus, dem sie entstammten.

Schlimmer Fehler: Nichtrückgabe des 1945-1949 geraubten Eigentums

Nicht minder schlimm ist, dass der deutsche Staat jene Familien, die in der sowjetischen Besatzungszeit (1945 bis 1949) von den damals herrschenden Kommunisten politisch verfolgt, vertrieben, inhaftiert, umgebracht und allen Eigentums beraubt wurden, weiterhin politisch verfolgte und es immer noch tut. Er verweigerte ihnen die Rehabilitierung, gab ihnen das geraubte Eigentum nicht zurück, hinderte sie damit an der Rückkehr und unterband auf diese Weise, dass sie sich am Aufbau des Zerstörten beteiligen konnten. Er verleibte sich den Raub selbst ein und veräußerte ihn meist an Wildfremde – ein politisches Verbrechen an den Menschen und an der Rechtsstaatlichkeit. Im „Wettbewerb“ mit solchen Wildfremden durften die „Alteigentümer das ihnen Gehörende und Zustehende dem Fiskus allenfalls abkaufen, was ebenfalls zum Himmel schreit und nur selten gelang, weil es politisch nicht gewollt war.

So wurde der Niedergang der ostdeutschen Wirtschaft beim Übergang von Sozialismuswirtschaft zur Marktwirtschaft zwangsläufig beschleunigt und der Aufbau-Ost unnötigerweise erheblich und nachhaltig belastet. Das hatte und hat immer auch noch politische Folgen. Sie schlagen sich nieder im Wahlverhalten der ostdeutschen Bürger samt Wahlverweigerung, im Erstarken der SED-Nachfolgepartei PDS mit Linkspartei und WASG (inzwischen verschmolzen zur „Die Linke“) und von extremen Tendenzen am linken und rechten Rand des politischen Spektrums. Und so hat Deutschland, gemessen am Ergebnis der Bundestagswahl vom Herbst 2005 mit der Großen Koalition als Folge, an aktuellen Umfragen und am politischen Geschehen, nunmehr vor allem deshalb eine linke Mehrheit. Die dafür hauptverantwortlichen CDU/CSU und FDP, aber auch die SPD stehen vor einem Scherbenhaufen ihrer Politik, einer Politik eines unglaublichen Versagens.

5 Comments (Open | Close)

5 Comments To "Gedanken zum Fall der Mauer vor 19 Jahren - Vier schwere Fehler: die zu schnelle Währungsunion, der falsche Umtauschkurs, die nicht rechtmäßige Altschuldenregelung, der Ausschluss der „Alteigentümer“"

#1 Comment By Volkstreue On 14. November 2008 @ 06:44

Die Geschichte von der Plünderlandverschwörung oder wie man tausend Milliarden Plünderos veruntreut!Um die Öffentlichkeit nicht unnötig zu beunruhigen, ließ man sich ein besonderes Buchungsverfahren einfallen. Der Sinn bestand darin, die sich schnell anhäufenden Zahlungsverpflichtungen im diskreten Dunkel des Vergessens auf der Zeitachse verschwinden zu lassen. Man ordnete diese Verpflichtungen nicht sofort der Staatsverschuldung zu, auf die immer mehr Bürger mit aufgerissenen Augen achteten. Stattdessen entschloß man sich kurzer Hand, die exponentiell steigenden Kreditverpflichtungen erst nach dem 1. Januar 2995 als Staatsschuld in die Bücher aufzunehmen. Dieses Datum war, zum Zeitpunkt seiner Definition, ein weit entfernter Horizont für die endgültige Regelung darüber, wer in der Solidargemeinschaft Plünderland für diese - aus dem Nichts entstandenen - Altlasten aufzukommen hatte. Zur Überbrückung wurden diese Schulden bei der plünderischen Untreuegesellschaft in allerlei Sonderhaushalten und “Fonds” zwischengeparkt. Die Zinseszins-Vereinbarung auf Vierteljahresbasis sorgte im Übrigen für eine zusätzliche Beschleunigung beim exponentiellen Anwachsen dieses Schuldenberges. Diese exorbitant hohen Belastungen in den Büchern der ehemaligen Ostplünderland-Betriebe hatten einen weiteren Vorteil. Sie schreckten viele vormals enteignete Alteigentümer vor der Wiederinbesitznahme ihrer Betriebe ab. So konnte die Untreuegesellschaft über diese Unternehmen relativ frei und unbehelligt verfügen und sie an politisch erwünschte und vertraute Personen für den sprichwörtlichen Apfel und das sprichwörtliche Ei verkaufen, um nicht zu sagen “verschenken”.

Ob im Gegenzug Provisionen an Personen oder Institutionen - wie etwa Parteikassen - geflossen sind, entzieht sich unserer Kenntnis. Wir gehen davon aus, dass auch die Staatsanwaltschaften nichts darüber wissen. Sonst wären sie ja sicherlich gegen solche Machenschaften eingeschritten.Doch kehren wir zu unserem Weg in die Zwangsverschuldung zurück und stellen die alles entscheidende Frage. Was geschah mit seinen Schulden zwischen dem 1. Juli 2990 und, sagen wir, dem “Tag der Plünderanischen Einheit” am 03. Oktober des gleichen Jahres?aus einer realen Investition von einer Million West-Plünderos, ein Kredit in Höhe von 7,6339 Millionen Ost-Plünderos geworden. Darauf hatte der jeweilige Betrieb ursprünglich sozialistische 0,5% Zinsen in Höhe von 38.169 Ost-Plünderos zu zahlen. Dies entsprach zu jener Zeit einer Wertschöpfung von nur 7.951 West-Plünderos.

Nach der 2:1-Umstellung aller Kredite zum Zeitpunkt der Währungsunion im Jahre 2990, verblieben folglich 3,816 Millionen West-Plünderos an Schulden in den Büchern des Betriebs. Dafür hatte jener Betrieb bei einem angenommenen Zinssatz von 10% per anno nunmehr 381.600 West-Plünderos an Zinsen zu entrichten.

Um die Unfassbarkeit dieses Vorgangs nochmals deutlich zu machen, stellen wir fest:

Der ehemalige Ostplünderland-Betrieb hatte Aktiva im Wert von 1 Million West-Plünderos erworben. Dem standen nunmehr Passiva in Höhe von 3,816 Millionen West-Plünderos gegenüber. Versuchen Sie sich vorzustellen, Sie erwerben als Unternehmer eine Maschine zu einem festgesetzten Preis. Sie kalkulieren damit und weniger als ein halbes Jahr später, stellt der Lieferant eine Nachforderung in Höhe von 280% des ursprünglichen Preises, die er von der Staatsgewalt auch noch legitimiert bekommt. Glauben Sie, dass Sie diesem Treiben, mit ihrer sprichwörtlichen westlichen Tüchtigkeit, gewachsen wären? Das die Zinsbelastung für Ihre Kredite in realer Kaufkraft, von ursprünglich 7.951 West-Plünderos, in diesem Zusammenhang um das 48-fache auf 381.600 Plünderos stieg, setzt dem Ganzen nur die Krone auf. Die Banken kassierten für Kreditbeträge, die die Schuldner niemals erhalten hatten. Um diese Art haarsträubender Buchhaltungsbetrügerei, zugunsten der internationalen Hochfinanz, wirtschaftlich zu überleben, hätte es nicht einmal ausgereicht, ein Finanzgenie zu sein. Eine solche Umstellung hätte Produktivitätsfortschritte erfordert, die auch kein noch so gut gerüsteter westplünderanischer Betrieb in techno-logischer Höchstform hätte leisten können. Und wären die Ost-Manager dieser Betriebe, die besten Manager der Welt gewesen, so hätten sie zum Zeitpunkt der Investition, diese unglaublichen Vorgänge nicht in ihren Kalkulationen berücksichtigen können.

Wundern Sie sich noch darüber, dass die Wirtschaft in Ostplünderland keine Chance hatte, diese Form der Ausbeutung und Ausweidung zu verkraften?

Wundern Sie sich noch, über die anhaltende Strukturschwäche der Ostplünderland-Wirtschaft?

Wundern Sie sich noch, über die massive Arbeitslosigkeit im Osten, die inzwischen die politische Stabilität von ganz Plünderland gefährdet?

Sie wundern sich natürlich nicht, denn mittels der alten “Propaganda” von der Ostplünderland-Mißwirtschaft, die noch aus der Zeit der großen Trennungsspannung stammte, hat man Ihnen nachhaltig eingeprägt, daß die im Osten alle dumm und die im Westen alle schlau sind. Und “Platz 11 oder 13 auf der Weltrangliste der Industrieländer” war ja auch nur ein Statistikfehler.

In Wirklichkeit aber, hatte hier ein Raubzug westlicher Finanzinstitutionen stattgefunden, die sich mit Unterstützung der politischen Klasse, in atemberaubendem Privatisierungstempo, das gesamte Vermögen der ehemaligen Ostplünderland-Bürger einverleibte.

Es verdampfte wie Schnee auf einem geheizten Kanonenofen. Allerdings hatte man sichergestellt, dass die Öffentlichkeit das typische Zischen bei diesem Vorgang nicht vernahm. Dieses Zischen war unhörbar durch die wunderbare Diskretion, mit der Garantien, Zinsversprechungen und Buchhaltungsvereinbarungen bis zum 01. Januar 2995 durch die Plünderlandregierung und entsprechende Vertragspartner behandelt wurden.

Gab es aber noch weitere Gründe für

diese Art des lautlosen Agierens?

10. Cui bono - wem nützt was?

#2 Comment By E. Scholz On 23. November 2008 @ 19:13

[1]

Umwelt
20.08.2006
Frage von

Grüß Gott, Herr Dr. Born !

Ein CDU Kandidat in Hessen gibt folgende Losung aus:

Natur + Mensch = ein gutes Gespann “Die Natur ist Gottes Schöpfung. Daher ist Umweltschutz ein christliches und konservatives, sowie ein zutiefst menschliches Zukunftsanliegen und wird von der CDU aktiv betrieben.”

Gem. Programm der CDU in MV wird aber folgende Losung ausgegeben:

Weiterentwicklung der (…) Gentechnologie in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen und anerkannten Saatgutbetrieben.

Höflich frage ich Sie darum:

“Ist Gottes Schöpfung und unberührte Natur zu erhalten kein christliches Anliegen der Christdemokraten in MV?

Möchten Sie als Christ und Demokrat durch die bereits genannten (u. a) Genraps Felder wandern und in der altehrwürdigen Kirche von Groß-Eichsen für den Erhalt von Gottes Schöpfung sogar beten wollen?”

19205 Schönfeld, Mühlen Eichsen, Flur 1, Flurstücke: 2,3/1,3/2,3/3,3/4,3/5,3 6,4,5,6,7,8,9,10,48,49,50,51,52,53, 54,56,57,58,59,62,233,235,237,238,239,240; RKI-Meldenummern: 6786-01-0101; 6786-01-0090; Organismus: Raps; Firma: AgrEvo; Zeitraum bis 2008; Phänotyp; Herbizidresistenz und männlich steril; genehmigt in: 1999; 2000; 2001

Gott segne Sie !

M.
07.09.2006
Antwort von
Dr. Ulrich Born

Bild: Dr. Ulrich Born

Grüß Gott Frau ,

gerne erwidere ich Ihre Anrede, über die ich mich ebenso wie über Ihre Anfrage gefreut habe. Ich entnehme Ihrem Beitrag, daß Sie wie ich zutiefst davon überzeugt sind, daß wir als Christen eine besondere Verantwortung für die Bewahrung und den Erhalt von Gottes Schöpfung tragen.

Ich bin froh, daß die CDU insgesamt – und nicht nur einzelne ihrer Politiker – sich dieser Verantwortung bewußt sind. Diese Tatsache findet ihren Widerhall in den programmatischen Aussagen der Christlich Demokratischen Union, so auch im Landtagswahlprogramm der CDU Mecklenburg-Vorpommern. Zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der uns anvertrauten Natur gehört nach meinem biblischen Verständnis aber auch und gerade, daß wir mit den uns anvertrauten Gütern, Gaben und Talenten wuchern und sie nicht etwa verkümmern oder verkommen lassen. Das ist nach meiner Überzeugung jedenfalls die klare und unmißverständliche Botschaft des Gleichnisses von den anvertrauten Talenten (Zentnern) in Matthäusevangelium 25, 14-30 und Lukasevangelium 19, 12-27.

Die CDU Mecklenburg-Vorpommern steht für den Erhalt und die Bewahrung der Schöpfung. Schon heute befinden sich genetisch optimierte Produkte im Handel und werden weltweit genutzt. Allen Verantwortlichen ist klar, dass die grüne Gentechnik entscheidendes leisten kann, um die künftige Welternährungslage deutlich zu verbessern und damit einen wirksamen Beitrag christlicher Nächstenliebe zu leisten.

Gleichzeitig können gentechnisch optimierten Pflanzen höhere Schadresistenzen und wirksame Abwehrmechanismen gegen Salz oder Dürre besitzen und gleichzeitig einen verminderten Aufwand an Dünger und Pflanzenschutzmitteln benötigen. Gerade dies ist ein Beitrag zum Schutze der Umwelt und der Natur und entspricht somit dem christlichen konservativen Wertbild meiner Partei.

Aus den genannten Gründen vertritt die CDU die Auffassung, dass die Erforschung der Gentechnologie in nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen zu fördern ist, Demonstrationsfreilandversuche zu ermöglichen sind, Kleinbäuerlichen Betrieben der Zugang zu genetisch optimierten Pflanzensorten zu ermöglichen ist und Sachliche Informationsarbeit im Bereich der Gentechnologie geleistet werden muss.

Sehr geehrte Frau ,

die EU-Vorgaben hinsichtlich der Anwendung der grünen Gentechnik sind mit der Freisetzungsrichtlinie (2001/18/EG), der Verordnung für Lebens- und Futtermittel aus GVO (1829/2003) und der Verordnung über die Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung von GVO (1830/2003) konkret geregelt. Nur bei der Koexistenz von konventionellen und gentechnisch veränderten Anbauverfahren eröffnet die EU-Vorgabe in Form von Leitlinien den Ländern der EU einen Freiraum für nationale Regelungen. Um ein Nebeneinander des Anbaus von konventionellen, ökologischen und gentechnisch veränderten Kulturen zu ermöglichen, haben die Länder daher die Möglichkeit einer eigenen Gestaltung, die es auszuschöpfen gilt. Wichtig ist dabei festzuhalten, dass es sich bei der Frage der Koexistenz nicht um eine Frage der Sicherheit handelt. Die Bewertung der ökologischen und gesundheitlichen Risiken der GVO wurde bereits im Rahmen der Genehmigungsverfahren vor der Zulassung der Sorten zum Anbau vorgenommen. Die Auswirkungen der neuen gentechnisch veränderten Sorten werden dabei mit denen konventioneller bzw. ökologischer Sorten verglichen und bewertet.

Meiner Meinung nach sollten wir auch im Interesse der Bewahrung der Schöpfung und der christlichen Nächstenliebe die Chancen der Gentechnik verantwortungsbewußt nutzen.

Gerne werde ich bei meinem nächsten Besuch der altehrwürdigen Kirche in Mühlen-Eichsen auch für den Erhalt und einen verantwortungsbewußten Umfang mit der Schöpfung Gottes beten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und Gottes Segen.

Mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom 11.09.2006
Grüß Gott Frau ,

gerne erwidere ich Ihre Anrede, über die ich mich ebenso wie über Ihre Anfrage gefreut habe. Ich entnehme Ihrem Beitrag, daß Sie wie ich zutiefst davon überzeugt sind, daß wir als Christen eine besondere Verantwortung für die Bewahrung und den Erhalt von Gottes Schöpfung tragen.

Ich bin froh, daß die CDU insgesamt - und nicht nur einzelne ihrer Politiker - sich dieser Verantwortung bewußt sind. Diese Tatsache findet ihren Widerhall in den programmatischen Aussagen der Christlich Demokratischen Union, so auch im Landtagswahlprogramm der CDU Mecklenburg-Vorpommern. Zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der uns anvertrauten Natur gehört nach meinem biblischen Verständnis aber auch und gerade, daß wir mit den uns anvertrauten Gütern, Gaben und Talenten wuchern und sie nicht etwa verkümmern oder verkommen lassen. Das ist nach meiner Überzeugung jedenfalls die klare und unmißverständliche Botschaft des Gleichnisses von den anvertrauten Talenten (Zentnern) in Matthäusevangelium 25, 14-30 und Lukasevangelium 19, 12-27.

Die CDU Mecklenburg-Vorpommern steht für den Erhalt und die Bewahrung der Schöpfung. Schon heute befinden sich genetisch optimierte Produkte im Handel und werden weltweit genutzt. Allen Verantwortlichen ist klar, dass die grüne Gentechnik entscheidendes leisten kann, um die künftige Welternährungslage deutlich zu verbessern und damit einen wirksamen Beitrag christlicher Nächstenliebe zu leisten.

Gleichzeitig können gentechnisch optimierten Pflanzen höhere Schadresistenzen und wirksame Abwehrmechanismen gegen Salz oder Dürre besitzen und gleichzeitig einen verminderten Aufwand an Dünger und Pflanzenschutzmitteln benötigen. Gerade dies ist ein Beitrag zum Schutze der Umwelt und der Natur und entspricht somit dem christlichen konservativen Wertbild meiner Partei.

Aus den genannten Gründen vertritt die CDU die Auffassung, dass die
Erforschung der Gentechnologie in nationalen und internationalen
Forschungseinrichtungen zu fördern ist,
- Demonstrationsfreilandversuche zu ermöglichen sind,
- Kleinbäuerlichen Betrieben der Zugang zu genetisch optimierte Pflanzensorten zu ermöglichen ist und
- Sachliche Informationsarbeit im Bereich der Gentechnologie geleistet werden muss.

Sehr geehrte Frau ,

die EU-Vorgaben hinsichtlich der Anwendung der grünen Gentechnik sind mit der Freisetzungsrichtlinie (2001/18/EG), der Verordnung für Lebens- und Futtermittel aus GVO (1829/2003) und der Verordnung über die Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung von GVO (1830/2003) konkret geregelt. Nur bei der Koexistenz von konventionellen und gentechnisch veränderten Anbauverfahren eröffnet die EU-Vorgabe in Form von Leitlinien den Ländern der EU einen Freiraum für nationale Regelungen. Um ein Nebeneinander des Anbaus von konventionellen, ökologischen und gentechnisch veränderten Kulturen zu ermöglichen, haben die Länder daher die Möglichkeit einer eigenen Gestaltung, die es auszuschöpfen gilt. Wichtig ist dabei festzuhalten, dass es sich bei der Frage der Koexistenz nicht um eine Frage der Sicherheit handelt. Die Bewertung der ökologischen und gesundheitlichen Risiken der GVO wurde bereits im Rahmen der Genehmigungsverfahren vor der Zulassung der Sorten zum Anbau vorgenommen. Die Auswirkungen der neuen gentechnisch veränderten Sorten werden dabei mit denen konventioneller bzw. ökologischer Sorten verglichen und bewertet.

Meiner Meinung nach sollten wir auch im Interesse der Bewahrung der Schöpfung und der christlichen Nächstenliebe die Chancen der Gentechnik verantwortungsbewußt nutzen.

Gerne werde ich bei meinem nächsten Besuch der altehrwürdigen Kirche in
Mühlen-Eichsen auch für den Erhalt und einen verantwortungsbewußten Umfang
mit der Schöpfung Gottes beten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und Gottes Segen.

Mit freundlichen Grüßen
Bisher 11 Empfehlungen.

#3 Trackback By Angelo On 27. Juli 2014 @ 19:45

[2] ” rel=”nofollow”>.…

ñïàñèáî!…

#4 Trackback By Nick On 29. November 2014 @ 02:25

[3] ” rel=”nofollow”>.…

good….

#5 Trackback By Louis On 25. Dezember 2014 @ 06:57

[4] ” rel=”nofollow”>.…

ñïàñèáî çà èíôó!…


Artikel gedruckt von       derrechtsstaat.de                                                           : http://www.derrechtsstaat.de

URL to article: http://www.derrechtsstaat.de/?p=2011

URLs in this post:
[1] : http://www.kandidatenwatch.de/dr_ulrich_born-858-9178-1.html#fragen
[2] : http://google.com/?p=1&lol=
[3] : http://en.mp3route.ru/?p=40&lol=

[4] : http://ch.albumcosm.ru/?p=42&lol=

Copyright © 2008 DerRechtsstaat.de, alle Rechte vorbehalten