Sven von Storch: „Am Wahlsonntag mobiliseren für die Wiedergutmachung.“

Posted By admin On 15. Januar 2009 @ 15:37 In CDU, Demokratie, DerRechtsstaat.de in eigener Sache, FDP/Liberale, Interviews, Landtagswahl Hessen, Parlament und Entscheidungen, Politik/Allgemein, Politische Verfolgung 1945-49, Regierung seit 2005 | 10 Comments

Sven von Storch

Interview von DerRechtsstaat. de mit Sven von Storch, Vorsitzender der Allianz für den Rechtsstaat e. V. ,  über den Wahlaufruf der Allianz zur Landtagswahl in Hessen am  18. Januar 2009.

Der Rechtsstaat.de: Die Allianz für den Rechtsstaat hat einen Wahlaufruf zur Hessenwahl am 18. Januar gestartet. Welche Wahlempfehlung geben Sie Ihrer Basis?

Storch: Wir rufen unsere Basis in Hessen dazu auf, ihre Stimme  für die Bildung einer bürgerlichen Regierung in Wiesbaden abzugeben. Die Allianz sieht eine gute Möglichkeit mit einer solchen Koalition im Interesse der politischen Verfolgten 1945-49 konstruktiv für die Wiedergutmachung zusammmenzuarbeiten. Weiter lesen

Die  Spitze der FDP-Fraktion  hat sich schriftlich zur Aufnahme der Wiedergutmachung in das Bundestagswahlprogramm der FDP positiv geäußert. Die Spitze der CDU-Fraktion hat schriftlich angekündigt, sich dafür einzusetzen, dass die Wiedergutmachung  in die Arbeit einer von der CDU geführten Landesregierung eingebracht  wird und uns um Vorschläge für eine konkrete Initiative der Landesregierung gebeten. Das ist eine gute Grundlage.

DerRechtsstaat.de: Nach den Freien Demokraten, hat sich also auch die hessische CDU bewegt. Wie beurteilen Sie dieses Entgegenkommen?

Storch: Wir sehen darin einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Es wird deutlich, dass auch in der CDU die Wiedergutmachung  an Unterstützung gewinnt. Das Bewußtsein wächst, dass sich die Politik der Wiedergutmachung vergangenen Unrechts nicht dauerhaft verweigern kann, gerade in Hinblick auf das wachsende Selbstbewußtsein und  die Mobilisierung der bürgerlichen Basis. Die Zukunft der CDU als Volkspartei hängt davon ab, ob es ihr gelingt, verspielte Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Roland Kochs CDU bewegt sich damit auf den Kurs von  Christian Wullf und Dr. Philipp Rösler zu.

DerRechtsstaat.de: Nach Niedersachsen und Bayern schwenkt jetzt also auch Hessen ein? Wie hat die Allianz das erreicht?

Storch: Das ist der Erfolg unserer Basis, zusammen mit unserer Mannschaft in Berlin. Unsere Basis ist  hoch motiviert , entschlossen und gut organisiert.  Die politisch Verfolgten 45-49 und ihre Familien gehören zum aktivsten Teil der bürgerlichen Basis und treten bei Wahlen geschlossen auf.  In Niedersachsen haben die politisch Verfolgten 45-49 mit großer Geschlossenheit die Wiedergutmachungspolitik von Dr. Philipp Rösler unterstützt und in Bayern die Kandidaten, die sich persönlich für die Wiedergutmachung stark gemacht haben.

Die Hessenwahl an diesem Sonntag ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wiedergutmachung. Deshalb bitte ich unsere Basis geschlossen zur Wahl zu gehen und Familie, Freunde und Bekannte an diesem Sonntag zu mobilisieren.

10 Comments (Open | Close)

10 Comments To "Sven von Storch: „Am Wahlsonntag mobiliseren für die Wiedergutmachung.“"

#1 Comment By Jens Koethner Kaul On 22. Januar 2009 @ 19:49

Natürlich ist ein Engagement für Bürgerrechte immer begrüßenswert.
Die Frage ist aber auch, warum das im bürgerlichen Lager so wahnsinnig lange gedauert hat, und nicht 10 -20 Jahre nach dem Krieg stattfand. Jetzt, könnte man meinen, sind die meisten eh schon verstorben. Da kommt ein Engagement weder materiell noch moralisch teuer zu stehen und man muss sich auch nicht wirklich gesellschaftlich mit dem braunen Bodensatz in Deutschland auseinandersetzen. So, als ob ganz mit Max Planck die falschen Meinungen erst mit den Leuten aussterben, die sie vertreten…

#2 Comment By Rolf Bürgel On 30. März 2009 @ 22:44

Über die Abscheulichkeit der NS-Verbrechen braucht man wohl kein Wort mehr zu verlieren. Ihrer kann man sich als Deutscher wirklich nur schämen. Auf der anderen Seite bekenne ich freimütig, dass es mit der ständigen “Wiedergutmachung” 60 Jahre nach Ende des Dritten Reiches genug sein sollte. Hier wird deutsche Schuld politisch instrumentalisiert und zur reinen Abzocke. Die Generationen, die das Dritte Reich bewußt erlebt haben, ist fast ausgestorben. Die Jüngeren aber, für die der Nationalsozialismus nur noch ein Stück Geschichte ist, kann man für die vergangenheit nicht mehr haftbar machen. Es hat auch nach 12945 weltweit so viele und scheußliche Völkermorde gegeben - Kambodscha als Beispiel -, dass es mir zudem heuchlerisch erscheint, nur auf den deutschen Schandtaten herumzureiten. Wenn wir als selbstbewußte Nation eine Zukunft haben wollen, müssen wir endlich mit der Vergangenheit abschließen!

#3 Trackback By Bruce On 27. Juli 2014 @ 01:37

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ñýíêñ çà èíôó….

#4 Trackback By Franklin On 27. Juli 2014 @ 06:43

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tnx for info!…

#5 Trackback By Oliver On 17. November 2014 @ 02:48

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tnx!!…

#6 Trackback By billy On 17. November 2014 @ 23:16

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good info!!…

#7 Trackback By Hubert On 18. November 2014 @ 00:55

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ñïàñèáî çà èíôó!…

#8 Trackback By benjamin On 19. November 2014 @ 22:37

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tnx!…

#9 Trackback By Austin On 13. Dezember 2014 @ 16:13

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tnx for info….

#10 Trackback By Chad On 8. Februar 2015 @ 11:02

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ñïñ….


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