Kein Unrechtsstaat? - Siegmar Fausts Geschichte

Posted By admin On 3. August 2009 @ 11:59 In Bürger-/Menschenrechte, DDR-Unrecht, SED/PDS/Linkspartei | 19 Comments

Siegmar Faust

von Fabian Heinzel, Redaktion DerRechtsstaat.de

„Den Transportarbeiter Faust , Siegmar, geb. am 12.12.1944 in Dohnat, klage ich an, mehrfach handelnd die politischen und ideologischen Grundlagen unseres Arbeiter- und Bauern-Staates durch staatsfeindliche Hetze angegriffen zu haben.“

In Einzelhaft

Diese Anklage aus dem Jahr 1974 verdankte Siegmar Faust einer Schrift, in der er die DDR als „Monopolbürokratenstaat, der von militaristisch-stalinistischen Kräften regiert werde“, bezeichnet hatte. 33 Monate seines Lebens hat er in den Haftanstalten des selbsternannten Arbeiter- und Bauern-Staates verbracht. 742 Tage Einzelhaft, 401 Tage in einer feuchten Kellerzelle. Kein Fenster, bloß Glasbausteine. „Sie können sich nicht vorstellen, was es bedeutet über einen so langen Zeitraum keinen Menschen außer dem Wärter zu sehen. Keinen anderen Häftling, niemanden“, sagt Faust.

Von den Bedingungen der „Isolationsfolter“ der RAF, in der Plattenspieler, Bibliothek, Teeküche und täglicher Zusammenschluss inklusive waren, konnte er nur träumen. Dennoch stellt er klar, „Meine Haftbedingungen waren so, dass man sie überleben konnte“.

Heute führt Faust Besuchergruppen durch die Gedenkstätte Hohenschönhausen, die einst ein Stasi-Gefängnis war. Daher weiß er, dass selbst das in der DDR nicht zu jeder Zeit eine Selbstverständlichkeit war.

Kaum zumutbare Verhältnisse

1976 überprüfte die Stasi ihrerseits die Räumlichkeiten der Strafvollzugsanstalt Cottbus, in der Faust inhaftiert war und stellte folgendes fest:
„Diese im Kellergeschoss befindlichen Verwahrräume sind 4,40 m lang, 2,10 m breit und 2,40 hoch. Zum Schutze der Strafvollzugs-Angehörigen vor Angriffen durch Strafgefangene sind diese durch ein verschließbares Zwischengitter nochmals unterteilt.
Der bauliche Gesamtzustand dieser Räume ist mäßig, die Licht- und Belüftungsverhältnisse liegen an der Grenze des Zumutbaren. Das sich 1,60 m des Raumes unter der Erdoberfläche befinden, ist es zum Teil feucht in diesen Räumen.“

Wieso hatte er sich gegen den Staat, der derart drastisch reagierte, aufgelehnt? „Ich war kein politischer Gegner, bloß ein Abweichler, ein Dissident. Ich wollte andere Literatur lesen und vielleicht mal Jeans tragen“, erzählt Faust. Bereits 1966 hatte er seinen damaligen Studienplatz an der Universität Leipzig wegen „Disziplinlosigkeit und politischer Unzuverlässigkeit“ verloren, weil er eine Vorlesung mit unzensierter Lyrik organisiert hatte.

Er wollte seine Meinung frei äußern, seine Ansichten verteidigen. Und forderte auch als Häftling von dem Staat, der ein Rechtsstaat sein wollte, einen Anwalt. Der heute aus US-Filmen bekannte Satz „Sie haben das Recht auf einen Anwalt“ war jedoch eher nicht das Erste, was Stasi-Agenten bei der Verhaftung von Dissidenten einfiel. „Einen Anwalt bekommen Sie, wenn das Ermittlungsverfahren abgeschlossen ist“, wurde dem Gefangenen Siegmar Faust mitgeteilt. Als es dann soweit war, kannte er keinen. In der gesamten DDR gab es gerade einmal 600 zugelassene Anwälte. 12 davon waren für den Bereich der Stadt Leipzig zuständig. Vollkommen willkürlich wählte er den mit dem schönsten Namen aus: Dr. Kirchberg.

Als er seinen Anwalt nach neun Monaten Inhaftierung erstmals sehen und sprechen durfte, teilte Kirchberg seinem Mandaten mit, dass er bezüglich des Strafverfahrens zu diesem Zeitpunkt nichts für ihn tun könne, aber bereit sei, seine Scheidung schon einmal in die Wege zu leiten. In der Ehe kriselte es und die Stasi wollte klare Verhältnisse. Dennoch sollte sich die zufällige Wahl des Anwalts, der das Parteiabzeichen der SED trug, sich später als Glücksfall für Faust erweisen. Denn Dr. Kirchberg war der Unterhändler des “Menschengroßhändlers” Dr. Wolfgang Vogel, wie Wolf Biermann ihn stets nannte.

Freigekauft

Vogel organisierte seinerseits für die DDR den Häftlingsfreikauf, in dessen Rahmen sich die Bundesrepublik den Freikauf von 33.755 Häftlingen zwischen 1962 und 1989 insgesamt 3,5 Milliarden Mark (West) kosten ließ. So kam es, dass auch Siegmar Faust 1976 in den Westen gehen konnte. Für wieviel Geld weiß er nicht.

In der „bunten Welt West-Berlin“ zerbrach das erlernte Weltbild des Siegmar Faust, der sich in seiner Jugend selbst als Marxist verstand, dann endgültig. Im Westen machten mehr Arbeiterkinder das Abitur als in der DDR, es gab Schulbuchfreiheit, Zeitungen aller Art und einen für ihn vorher nie dagewesenen Überfluss. „Damals dachte ich, wenn Marx aufwacht, denkt er, seine Theorie ist in Westberlin aufgegangen.“

Ein Bild aus dieser Zeit hat sich besonders in seinem Gedächtnis eingeprägt: Mit Helmen und Schildern ausgerüstete Polizisten auf dem Kurfürstendamm. Sie schützten eine kommunistische Demonstration vor dem Zorn der Bevölkerung. Die Kommunisten hatten ihre Demo ordnungsgemäß angemeldet und konnten deshalb mitten im Berufsverkehr eine Hauptverkehrsader blockieren. „Die verhasste Polizei schützt die roten Fahnenträger – ich habe nur gestaunt“.

Kiffen und Phrasen dreschen

Doch links galt im Westen als progressiv, und Faust, der schon in der DDR Untergrundliteratur geschrieben hatte, wollte ein Künstler sein. Daher bewegte er sich zunächst in der Kreuzberger Subkultur, aber schon bald fühlte er sich dort unwohl. „Was die zusammenhielt, was war das? Kiffen und das Phrasen dreschen!“. Er hatte eine Mangelgesellschaft erlebt und konnte mit Söhnchen aus wohlhabenden Kreisen, die angesichts des schier unermesslichen Warenangebots „Konsumterror“ schrien, wenig anfangen.

Faust verglich alles und nichts schien ihm im Osten besser gewesen zu sein. Selbst die Brötchen schmeckten in der Bundesrepublik frischer und die billigen Mieten auf der anderen Seite der Mauer durchschaute er als heimliche Enteignung, die eine Verwahrlosung der Städte mit sich brachte. Nur auf die Menschen will er nichts kommen lassen. „Ich habe die meisten Menschen trotzdem geliebt“, sagt er nach wie vor.

Abschied vom Marxismus

Mit dem Marxismus hatte er jedoch nach kurzer Zeit angeschlossen. „Sie brauchen sich nur die Massenmörder des 20. Jahrhunderts ansehen – außer den Jungtürken und Hitler praktisch alle anderen Marxisten“. Faust ist kein Vertreter des berühmten Satzes „Eine gute Idee – schlecht umgesetzt“. „Wenn man Marx liest, ist alles auf Terror aus. Marx hasste diejenigen, die wirklich etwas für die Arbeiter erreichten. Er wollte keine Reformen. Er wollte um jeden Preis die Revolution – mit Gewalt“. Siegmar Faust hat absolut nichts mehr übrig für den Mann, der in seinen Abituraufsatz sechs Mal das Wort „vernichten“ einbaute.

In der Welt des Bürgertums angekommen, gelang es ihm, als Schriftsteller und Vortragsredner Fuß zu fassen. Dabei floss und fließt auch sein eigener Erfahrungsschatz immer wieder in seine Texte mit ein. Der Kommunismus und dessen Überwindung bleiben für ihn wichtige Themen. Bis zum heutigen Tag gehört Faust zum Vorstand der „Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft“ (UOKG). Und so ist auch der von ihm am meisten bewunderte Autor einer, dessen Name auf ewig mit den Verbrechen des Kommunismus verbunden sein wird: Alexander Solschenizyn, der „Das Archipel Gulag“ schrieb.

Der Fall „Margot Pietzner“

Durch seinen Einsatz für Opfer der Kommunisten kam Faust in den 1990er Jahren in Kontakt zu Margot Pietzner. Pietzner war in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs von der SS dienstverpflichtet worden und als Aufseherin von Zwangsarbeiterinnen eingesetzt worden, bei denen es sich teilweise um KZ-Häftlinge gehandelt hatte. Die sowjetische Besatzungsmacht hatte sie deswegen 1946 zu 25 Jahren Haft verurteilt und nach 10 Jahren begnadigt.

Pietzner, die nie im BDM oder in der NSDAP gewesen war, wurde als Opfer des Stalinismus anerkannt und erhielt für die Haftzeit eine Entschädigung in Höhe von 64.350 Mark. Davon wollte sie Faust 7000 Mark schenken, weil er ihr einen Rechtsanwalt vermittelt hatte. Faust lehnte das Geld mehrfach ab, nahm es aber nach mehrmaligen Drängen schließlich an, um es den ehemaligen politischen gefangenen Frauen von Hoheneck zu übergeben.
Rechtlich gab es an dem Fall nichts auszusetzen, doch für Faust hatte er Konsequenzen. Ein in der taz erschiener Artikel eines bis dato nie als Journalisten in Erscheinung getreten Peter Schreier, der bis zum Ende der DDR in der Volksarmee gedient hatte, zog ein gewaltiges Medienecho nach sich. Nur durch Glück überlebten Faust und seine damalige Lebensgefährtin einen Brandanschlag auf ihre Wohnung.

Mehr Medienaufmerksamkeit würde er sich eher für die Opfer der DDR wünschen. Wenn er daran denkt, dass ehemalige Gefangene ihre Bedürftigkeit nachweisen müssen, um eine schmale Opferrente zu erhalten, während für Stasi-Angehörige, die von der Volkskammer der DDR beschlossenen Kürzungen ihrer Rentenbezüge unter dem Grundsatz „Rentenrecht darf kein Strafrecht sein“ wieder rückgängig gemacht wurden, und Nachzahlungen in Millionenhöhe flossen, wird er wütend.
Wütend wird er auch, wenn er Demonstranten sieht, die eine Krise immer noch mit Marx überwinden wollen. Für Deutschlands Zukunft wünscht er sich etwas anderes: „Wir müssen uns auf die Werte der Demokratie und unserer christlichen Tradition besinnen“.

Der Artikel erschien erstmals auf [1] FreieWelt.net

19 Comments (Open | Close)

19 Comments To "Kein Unrechtsstaat? - Siegmar Fausts Geschichte"

#1 Comment By EBO On 3. August 2009 @ 14:16

Diese Darstellung ist zwar gut

a b e r

viel zu langatmig geschrieben, soviel Zeit hat man heute nicht?

#2 Comment By E. Scholz On 3. August 2009 @ 20:26

So ist`s besser, Herr von K.-D., stimmt`s nicht ?

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#3 Comment By E. Scholz On 3. August 2009 @ 20:46

…noch mehr Zeit für den “Rechtsstaat” ?

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#4 Comment By Horatio Nelson On 4. August 2009 @ 01:59

“Mehr Medienaufmerksamkeit würde er sich eher für die Opfer der DDR wünschen. Wenn er daran denkt, daß ehemalige Gefangene ihre Bedürftigkeit nachweisen müssen, um eine schmale Opferrente zu erhalten, während für Stasi-Angehörige, die von der Volkskammer der DDR beschlossenen Kürzungen ihrer Rentenbezüge unter dem Grundsatz „Rentenrecht darf kein Strafrecht sein“ wieder rückgängig gemacht wurden, und Nachzahlungen in Millionenhöhe flossen, wird er wütend.”

Einige Punkte hierzu:

1) In seinem Buch, “Die Täter sind unter uns” behandelt Hubertus Knabe genau diese Gegensätze und schildert Grunde für diese Rentenungerechtigkeiten: während zehntausende ehemalige SED- und MfS-Funktionsträger und ihre Sympathisanten ihre Kontakte und zahlenmäßige Stärke kombinieren und die hieseigen (offensichtlich nicht abgeneigten) Amtsstellen und Justizbehörden unter moralischen(!) Druck setzen, werden die Opfer dieser Wesen “mangels triftigen Nachweises(?)” abgewiesen und zu den “Verlierern” der Wiedervereinigung” erniedrigt.
2) Die hiesige “Elite” der Politik leidet unter starker Sehbehinderung auf dem linken Auge. Wenn man nicht aufmerksam und – vor allem – nicht beharrlich bleibt, steht zu befürchten, daß das Thema “DDR und ihre Folgen” von etablierter Seite geflissentlich “übersehen” werden könnte – inzwischen kennen wir unsere politischen Pappenheimer.
3) Wie bei Punkt 2), paßt das ganze prächtig ins Konzept der Führung des „Rechtsstaates“ BRD. Wenn, die Kosten der „Wiedervereinigung“ fast vollständig durch Unterlassung der Rückübertragung gepaart mit der entsprechenden Veräußerung der in der SBZ/DDR entwendeten Besitztümer zu begleichen sind, kann man die „Hingabe und den Einsatz der politischen Elite im Sinne der Mehrheit des Volkes der BRD“ klar erkennen.
4) Bei den unter dem Vermögensgesetz in der BRD zur Entscheidung über Rückgabe- bzw. Entschädigungsanträge angesetzten Kriterien, gewinnt man das Gefühl, daß die Anzahl der Ausschlußkriterien jener der Rückgabe-/Entschädigungskriterien haushoch überlegen ist.
5) Die neuerlich veröffentlichte Mitteilung, daß eine Heerschar ehemaliger DDR-Regimediener in wichtigen Beamtengremien der heutigen Kräfte der inneren Sicherheit sitzen soll, scheint (irgendwie) auch anscheinend bei den Instanzen zur Beratung und Entscheidung über Rückgabe bzw. Ausschluß gemäß der “Vermögensregelung” zu gelten. D.h., daß manche (viele?) der Mitglieder der heutigen Instanzen, die über den Besitz der in der SBZ/DDR gestohlenen Immobilien befinden, bei deren Enteignung schon damals selbst beteiligt gewesen sein müssen!
6) Es scheint auch der Fall zu sein, daß eher aufgrund von „geltendem DDR-Recht“ als von „diskriminierenden Vorschriften und Gesetzen des Unrechts“ bei den gegenwärtigen Entscheidungskriterien ausgegangen wird.

Übrigens, was den Schutz von Unrecht anbetrifft: die Justizbehörden in der so CDU-/CSU-freundlichen Stadt Augsburg haben bereits jetzt angedeutet, daß sie sich freuen, Karl-Heinz Schreiber dingfest zu haben und, daß man sich daran gewöhnt haben soll, daß sich seine bisherigen Aussagen der Wahrheit oft nicht entsprochen haben. Also, gilt hier noch das Prinzip „der Unschuldsvermutung bis anders erwiesen“? Bereitet man sich schon auf eine Vertuschungsaktion zugunsten des Schäuble und anderen vor? Oder ist diese Vorbereitung zum Schutze bereits längst abgeschlossen? Schauprozeß? Rechtsstaat…….
Grüße
Horatio Nelson

#5 Comment By W. Krause On 5. August 2009 @ 14:50

@# EBO am 3 August, 2009 14:16
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Diese Darstellung ist zwar gut

a b e r

viel zu langatmig geschrieben, soviel Zeit hat man heute nicht?
EBO Sie sind nicht ganz sauber? Waschen angesagt!

#6 Comment By E. Scholz On 7. August 2009 @ 15:43

“Sic transit gloria SPD !”

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[7]

Frage zum Thema Inneres und Justiz
21.07.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Bundesjustizministerin,

Ihrer nachstehenden heutigen Antwort an mich widerspreche ich :

* “Mit Ihrem eigentlichen Anliegen hat sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages bereits ausführlich auseinandergesetzt.”

Eine sachliche Auseinandersetzung mit der politischen Verfolgung, pauschalen Kriminalisierung, Ermordung, Zwangsvertreibung, Internierung - im Zuge der unrechtsstaatlichen und verbrecherischen Durchsetzung der Boden-/Industriereformen in der SBZ/DDR aus der Zeit von 1945-49 - hat nicht stattgefunden!

Die mir als Petent aus Art. 17 GG zustehende sachliche Prüfung meines Anliegens (d.h.: moralische Reha der pol. verfolgten SBZ-Opfer/1945-49; d.h. konkret: Wiederherstellung von EHRE und REPUTATION) wurde durch Ihr Ministerium offensichtlich i.R.d. beiden abgelieferten Stellungnahmen mit folgender Killerphrase vereitelt, Zitat:

* “Dabei ist jedoch eine Enteignung nach der so genannten demokratischen Bodenreform oder eine Industrieenteignung als solche einer Rehabilitierung nicht zugänglich, weil sämtliche Enteignungen auf besatzungsrechtlicher bzw. besatzungshoheitlicher Grundlage in den Jahren 1945 bis 1949 nicht mehr rückgängig zu machen sind.”

Meine öP hatte die moralische Reha der pol. Verfolgung und pauschalen Kriminalisierung zum Gegenstand - und nicht die Rückgängigmachung der Zwangsenteignungen!

Meine erneuten Fragen :

* 1. Warum weigert sich Ihr Ministerium, diese politische Verfolgung der SBZ-Opfer/1945-49 als rehabilitierungswürdig anzuerkennen?

Prof. Frowein hat als Verhandlungsführer der BRD explizit vor der Großen Kammer des EGMR öffentlich erklärt, dass “Deutschland politische Verfolgung niemals anerkennen werde!”

* 2. Warum weigert sich Ihr BMJ dennoch, die Tatsache der stattgefundenen massenhaften kommunistischen Verbrechen - im Zuge der totalitären Durchsetzung der SBZ/DDR-Boden-/Industriereformen - anzuerkennen?

* 3. Warum sollen die SBZ-Opfer/1945-49 gem. BMJ-Stellungnahmen niemals moralisch rehabilitiert werden?

MfG
M.
Antwort von Brigitte Zypries
bisher keineEmpfehlungen
07.08.2009
Brigitte Zypries
Sehr geehrter Herr ,

Ihnen liegen bereits ausführliche Informationen des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages vor. Meiner letzten Antwort habe ich daher nichts hinzuzufügen.

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Zypries

#7 Comment By E. Scholz On 11. August 2009 @ 21:32

[8]

Durften und dürfen die Treuhandanstalt (THA) und deren Rechtsnachfolger TLG und BVVG die EHRE und das ANSEHEN alter deutscher Familien unsäglich in den Dreck ziehen ??? … Oder bestand und besteht nicht vielmehr (zumindest i.R.v. Familienfideikommiss) die rechtsstaatliche Verpflichtung, … das “soziale Ansehen” der unschuldig politisch verfolgten und pauschal als Nazi-Kriegsverbrecher kriminalisierten Familien “dauernd zu sichern” bzw. wieder herzustellen ?!?
_______________

[9] (1769-1837)-mecklenburger-Politiker-und-Minister-Biographie

(…) Das Rittergut Dolgen hatte er zum Familienfideicommiß gestaltet. Er hinterließ zwei Söhne und eine Tochter.

(…) Seine Nachkommen bemühten sich nach der Wende um ein Vorkaufsrecht, das aber von der TLG (Treuhandliegenschaftsgesellschaft) abgelehnt wurde, da vorgeblich ein öffentliches Bieterverfahren vorgeschrieben war.(…) Auf dem Areal steht noch die Kapelle des Plessen’schen Erbbegräbnis, die heute als Unterstellraum genutzt wird.

[10]
_________________________________

[11]

„Ein Familienfideikommiss ist ein durch privates Rechtsgeschäft gebundenes Sondervermögen, das grundsätzlich unveräußerlich und unbelastbar ist, von bestimmten Familienmitgliedern nacheinander in einer von vornherein festgelegten Folgeordnung genutzt wird und dazu bestimmt ist, die wirtschaftliche Kraft und das soziale Ansehen einer Familie dauernd zu erhalten. Die Fideikommisse verdanken ihre Entstehung dem Wunsch der grundbesitzenden Familien, insbesondere des Adels, ihren Besitzstand geschlossen zu erhalten.“ (Koehler-Heinemann, S. 67, zitiert in: Urteil des Bayerischen ObLG von 2004)

#8 Comment By E. Scholz On 15. August 2009 @ 11:05

“…denn Tradition MUSS (!) fortbestehen !!!!”

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[12]
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#9 Trackback By Danny On 28. Juli 2014 @ 07:51

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#11 Trackback By vernon On 24. Dezember 2014 @ 23:46

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#12 Trackback By frederick On 28. Januar 2015 @ 04:28

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#13 Trackback By gabriel On 1. Februar 2015 @ 02:28

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#18 Trackback By dale On 5. Februar 2015 @ 12:08

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#19 Trackback By Cameron On 5. Februar 2015 @ 12:38

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[2] : http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_wolfgang_schaeuble-180-24208.html#questions
[3] : http://www.abgeordnetenwatch.de/prof_dr_norbert_lammert-180-24065.html#questions
[4] : http://www.abgeordnetenwatch.de/sabine_leutheusser_schnarrenberger-180-24742.html#questions
[5] : http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_hermann_otto_solms-180-24693.html#questions
[6] : http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_gregor_gysi-180-25172.html#questions
[7] : http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-650-5639--f202765.html#q202765
[8] : http://www.demokratieonline.de/modules/newbb_plus/viewtopic.php?topic_id=13&post_id=197&orde
r=1&viewmode=flat&pid=196&forum=4#197

[9] : http://www.lexikus.de/Plessen-Leopold-von-
[10] : http://www.gutshaeuser.de/gutshaeuser_d/dolgen.html
[11] : http://de.wikipedia.org/wiki/Familienfideikommiss
[12] : http://www.youtube.com/watch?v=0FCrpbUKzdY
[13] : http://www.plessen.com/
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