J. Sievert/pixelio

J. Sievert/pixelio

von Redaktion Der Rechtsstaat.de

Am 13. August jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 48. Mal. Das private Berliner Mauermuseums am Checkpoint Charlie stellt dazu jedes Jahr die aktuell recherchierte Zahl der Todesopfer vor. Demnach sind an der innerdeutsche Grenze 1347 Menschen zu Tode gkommen, 44 mehr als bisher bekannt. Zusätzlich sind jetzt erstmals die Todesopfer an der Berliner Bauer wissenschaftlich dokumentiert worden. Die Stiftung Berliner Mauer und das Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Forschung haben mit Angehörigen gesprochen und zahlreiche Unterlagen ausgewertet. Das Ergebnis ist eine Studie, die im Christopher Links Verlag erschienen ist.

Laut der Dokumentation kamen von 1961 bis 1989 an der Mauer in Berlin mindestens 136 Menschen ums Leben. Zusätzlich zu diesen Todesopfern wurden auch jene 251 Fälle dokumentiert, in denen Reisende bei oder nach Kontrollen an Grenzübergängen in Berlin starben. Viele von jenen hatten offenbar stressbedingte Herzinfarkte erlitten. Die Dokumenation führt diese nicht als offizielle Todesopfer.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) warnte bei der Vorstellung der Studie vor Verharmlosungen und Verklärungen der DDR. Mit der Dokumentation werde den Opfern dieses Systems die Würde wiedergegeben.

Das Berliner Mauermuseum, das sämtliche Todesopfer an der deutsch-deutschen Grenze privat recherchiert, fehlt diese offizielle Unterstützung. Historiker zweifeln immer wieder die Zahlen von nunmehr 1347 Toten an. Kritisiert werden dabei die Erfassungs- und Bewertungskriterien.  das Museum erfaßt bei seiner Arbeit nicht nur die getöteten Flüchtlinge, sondern auch die Grenztruppen der DDR. Dabei wurde eine ungewöhnlich hohe Selbstmordrate bei an der Mauer stationierten Soldaten festgestellt. Für manche Historiker dürfen diese nicht mitgezählt werden.

Der Streit um die Zahl der Toten wird weitergehen und vielleicht ist dies ganz gut so, damit Mauer, Schießbefehl und die Opfer des DDR-Grenzregimes niemals in Vergessenheit geraten.

Mehr bei tagesspiegel.de

rbb-online.de

Zum Mauermuseum am Checkpoint Charlie



Artikel drucken | Artikel versenden




Letzte Einträge:


Sie müssen eingelogt sein um einen Kommentar zu schreiben.

Name (erforderlich)

Email (erforderlich)

Webseite

XHTML: Diese HTML-Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Ihr Kommentar

  • Beatrix von Storch

    Menschenrechte,
    Demokratie,
    Gewaltenteilung

    Ein funktionierender Rechtsstaat ist die Grundlage für ein freies, friedliches und gerechtes Mit- einander. Wo der Rechtsstaat schwach ist greifen Willkür, Un- terdrückung, Raub und Gewalt um sich. Das können wir leider in vielen Regionen der Welt beob- achten. Aber auch in den de- mokratischen Staaten gibt es immer wieder Bedrohungen für den Rechtsstaat wie die schlei-
    chende Aushebelung von Bürger-, Freiheits- und Eigen-
    tumsrechten. Deshalb hat sich die Allianz für den Rechtsstaat
    e. V. zum Ziel gesetzt für den Rechtsstaat einzustehen und wo rechtsstaatliche Prinzipien aufge-
    geben wurden, die Wieder- herstellung des Rechtsstaates zu erwirken.

    Die Schwerpunkte unserer Web- seite sind: Die Lage der Men-
    schen- und Bürgerrechte
    in Deutschland und Europa; die Wiederherstellung der Gewal-
    tenteilung
    ; der Schutz der Privatsphäre der Bürger vor dem Zugriff des Staates; die Stärkung des Rechtstaates zum Schutz von Leib und Eigen-
    tum
    der Bürger vor Gewalt und Kriminalität, Schutz von Min-
    derheiten
    , die Verteidigung der Meinungs- und Bekenntnis-
    freiheit
    und die Souveränität der deutschen Verfassung gegenüber transnationalen Bürokratien wie der Europäischen Union.

    Einen besonderen Schwerpunkt legt DerRechtsstaat.de auf den "Verfassungsbruch 1990" (Die Zeit) durch die Regierung Kohl-Schäuble, auch genannt "Das Deutsche Watergate" (FAZ). Durch diesen bewiesenen Betrug (Spiegel 6/2004) wurde eine gro ße Gruppe von Bür- gern faktisch von Parlament, Gericht und Öffentlichkeit aus der Rechtsgemeinschaft ausge-
    schlossen. Dies betrifft das ehemalige Bürgertum und den Mittelstand der neuen Bundes-
    länder, ca. 2,2 Millionen Men-
    schen
    , die zwischen 1945-49 in der SBZ politisch verfolgt wurden und 1990 zu Gunsten der Staats- kasse beraubt und entrechtet wurden. Zu diesem Zweck wurde die Gewaltenteilung in Deutsch-
    land aufgehoben und die Öffent-
    lichkeit belogen.