Oskar Brüsewitz

Oskar Brüsewitz

Von Fabian Heinzel

Am 18. August 1976 entrollte ein Mann vor der Michaeliskirche Zeitz (Sachsen-Anhalt) ein Plakat mit der Aufschrift: „Funkspruch an alle: Die Kirche in der DDR klagt den Kommunismus an! Wegen Unterdrückung in Schulen an Kindern und Jugendlichen“. Anschließend übergoß er sich selbst mit Benzin und zündete sich an. Vier Tage später, am 22. August 1976, sollte er im Bezirkskrankenhaus Halle-Dölau seinen schweren Verletzungen erliegen. In seinem Abschiedsbrief hatte er betont, keinen Selbstmord begangen, sondern einen Sendungsauftrag erfüllt zu haben.

Der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz hatte auch schon vor seinem aufsehenerregenden Tod Widerstand gegen das System der DDR geleistet. Zum Beispiel hatte er Plakate mit christlichen Losungen neben kommunistischen Parolen angebracht und so eine beispiellose Besucherzahl in seiner Kirche herbeigeführt. Der Ärger, dem ihn seine unkonventionellen Methoden und Aktionen, sowohl mit dem Staat als auch mit Kirchenoberen, einbrachte, konnte Brüsewitz nie abschrecken. Es wäre schade, wenn ein Mensch wie er in Vergessenheit geraten würde. Die Union der Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft setzt sich bereits seit längerer Zeit für die angemessene Würdigung dieses Pfarrers ein, der den Kampf für seine Überzeugungen über sein eigenes Leben stellte: zum Aufruf der UOKG



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  • Beatrix von Storch

    Menschenrechte,
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    Ein funktionierender Rechtsstaat ist die Grundlage für ein freies, friedliches und gerechtes Mit- einander. Wo der Rechtsstaat schwach ist greifen Willkür, Un- terdrückung, Raub und Gewalt um sich. Das können wir leider in vielen Regionen der Welt beob- achten. Aber auch in den de- mokratischen Staaten gibt es immer wieder Bedrohungen für den Rechtsstaat wie die schlei-
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